Der Anhal­ti­sche Kunst­ver­ein Dessau zeigt jeweils ein Selbst­por­trät fast aller ausge­stell­ten Künst­ler seit seiner ersten Auss­tel­lung 1995, in der Oran­ge­rie der Anhal­ti­schen Gemäl­de­ga­le­rie Dessau vom 16.11. – 21.12. 2018.

Fr, 16. November 2018 um 17:00 Uhr
16. November - 21. Dezember 2018
Dienstag-Sonntag 11-17.00 Uhr

in der Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau
Puschkinallee 100, Dessau
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Warum schreit das ICH so laut?  Selbst­bild­nisse.

Der Anhal­ti­sche Kunst­ver­ein Dessau zeigt, im Rahmen einer umfas­sen­den Grup­pen­aus­stel­lung, künst­le­ri­sche Posi­tio­nen zum Thema Selbst­bild­nisse. Zu sehen sind Selbst­por­träts fast aller ausge­stell­ten Künst­ler, seit der ersten Auss­tel­lung im Mai 1995, im Foyer unse­res Anhal­ti­schen Thea­ters. Übri­gens, ehe die Frage kommt:  Bei 163 Auss­tel­lun­gen ist das Verhält­nis Male­rin­nen und Maler:  50 Frauen und 100 Männer. So schlecht ist das nicht. 

Die Zeit hat einen neuen Trend ausge­macht. Menschen­bil­der feiern derzeit in Auss­tel­lun­gen  eine  Renaissance. Je mehr das Körper­li­che in der digi­ta­len Welt schwin­det, desto mehr scheint sich die Sehn­sucht nach (be)greif­ba­ren, uns als Gegen- und Wider­stand im Weg stehen­den Subjek­ten Bahn zu brechen. Die Porträt­ma­le­rei kehrt zurück, und zwar mit Macht. Dabei gilt sicher aber auch, das die Künst­ler*In­nen, die 1zu1– Aussage über die eigene Person sehr oft  vermei­den. Sie tref­fen eher Aussa­gen über das Genre selbst. 

Mit Nora Mona Bach, Dieter Bankert, Franca Bartho­lo­mäi, André Bednar­c­zik, Clau­dia Berg, Arno Bojak, Jens Eigner, Xenia Fink, Alfred Frank, Rainer Gerson, Dieter Gilfert, Kathrin Göpfert, Gisela Grade, Bernd Göbel, Moritz Götze, Katrin Günther, Klaus Hart­mann, Frank Haupt­vo­gel, Walter Herzog, Made­leine Heub­lein, Sieg­fried Otto Hütten­grund, Nancy Jahns, Erika John, Chris­tiane Jung, Ulrike Kirch­ner, Edgar Knob­loch, Frido­lin M.Kraska, Dieter Kränz­lein, Otto Fischer-Lamberg, Max Lieber­mann, Jürgen Ludwig, Gerhard Marcks, Franz Mark­graf, Wilfried Mein­harth, Florian Merkel, Una H.Moehrke, Karl Nolde, Lars Peter­sohn, Hans-Hermann Rich­ter, Alex­an­der Rodt­schenko, Einar Schleef, Corne­lia Schleime, Erik Seidel, Jürgen Spit­zer, Ursula Stro­e­di­cke, Hans Stein, Carlheinz O. Städ­ter, Peter Sylves­ter, Günter Albert Schulz, Ulrich Tarlatt, Miriam Vlaming, Frank Voigt, Ullrich Wann­hoff, Diet­rich Wenzel, Berndt Wilde, Fritz Winter, Daniela Witzel, Wols und Katrin Zick­ler.  Ein Fazit könnte sein: Das tradi­tio­nelle gemalte Selbst­por­trät ist heute Geschichte. 

 In unse­rer Gesell­schaft ist aus dem: 'Ich denke, also bin ich’, ein 'Ich foto­gra­fiere, ich doku­men­tiere, also bin ich’ gewor­den".

Einfüh­rung: Gerhard Lambrecht, AKV

Musik: Jörg Naumann, Saxo­phon

Zur Auss­tel­lung erscheint ein umfang­rei­cher Kata­log mit Abbil­dun­gen aller ausge­stell­ten Werke und einer Über­sicht aller Auss­tel­lun­gen des Anhal­ti­schen Kunst­ver­ein Dessau. 


1.Dezem­ber 16.00 Uhr Oran­ge­rie der Anhal­ti­schen Gemäl­de­ga­le­rie Dessau, Pusch­kinal­lee 100

Lesung Jutta Hoff­man: 

Sie liest, Einar Schleef, von dem wir auch ein Porträt in unse­rer Auss­tel­lung haben, aus "Und der Himmel so blau”