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Ausstellungsort

KUNSTHALLE / Dessau, 06844, Ratsgasse

Ausstellungszeit

9.1. - 14.2. 2026

Vernissage

Donnerstag, den 8.1. 18.00 Uhr

Öffnungszeiten

Di- So 10-17.00 Uhr

Eintrittspreise

3,- € für Erwachsene, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18

Ursula Stroedicke lebte Jahrzehnte vis-a-vis vom Georgengarten und nur ein paar Schritte von Bauhaus, Meisterhäusern und Gartenreich entfernt inmitten des Weltkultur- und Naturerbes in Dessau.
Geboren 1938 auf der Insel Rügen, studierte sie von 1956 – 59 Mode und Modeillustration in Berlin-Charlottenburg.
Familiär bedingt konnte sie erst ab 1982 als Freischaffende Textilgestalterin sowohl auf Rügen als auch in Dessau arbeiten.
Sie wurde 1988 Mitglied des Künstlerverbandes der DDR, 1994 wurde sie in den Verband Bildender Künstler Sachsen-Anhalts aufgenommen. Sie zählt sie zu den Gründungsmitgliedern des Kunstvereins Dessau.
Bis zu ihrem plötzlichen Tod im Jahr 2024 hat Ursula Stroedicke gearbeitet, bis zuletzt neue Projekte konzeptionell und gedanklich vorbereitet.
Ihr Interesse galt einem breiten inhaltlichen Spektrum – es gelang ihr immer, den von ihr gewählten oder durch Auftrag festgelegten Themen Gestalt zu geben. Vorzugsweise arbeitete sie mit Seide, Metall und Naturmaterialien. Dabei wurde in jeder ihrer Arbeiten sichtbar, dass die Bezeichnung „Textilkünstlerin“ ihre Arbeit nicht umfassend beschreibt, sogar in die Irre führen kann. Textilkunst war ihre Basis, von der sie die Gestaltung kreativ, überraschend vielfältig anders und ohne jegliche Grenzen und Einschränkung auf Material und Ideen realisierte.
Ihre Themen waren inhaltlich sehr anspruchsvoll – so setzte sie sich mit der Farbenlehre Goethes auseinander, um einen Goethezyklus zu schaffen, erarbeitete zahlreiche Projekte zum Bauhaus, zur Malerei von Paul Klee, zu Gedichten (z. B. „Böhmen liegt am Meer“ von Ingeborg Bachmann). Ihre Heimat am Meer, die Ostsee, war oft genug Thema ihrer Arbeiten, in denen sie die Mystik und Ewigkeit einzufangen suchte. Es gäbe unendlich viele Bilder herauszugreifen, jedoch soll nur noch darauf hingewiesen werden, dass sie auch für den Öffentlichen Raum Aufträge erhielt – so für die Marienkirche, das Naturkundemuseum, für unsere Stadtsparkasse, für das Dessauer Klinikum, für die Hospizeinrichtungen in Dessau und Zerbst.
Ihre Interpretationen der verschiedensten Themen waren reduziert, überraschend, bezaubernd, phantasievoll, voller Abstraktionen und Überzeichnungen, sensibel, bunt oder feinsinnig farbig, nie aggressiv und tendenziös einem „Mainstream“ unterworfen! Sie waren individuell, selbstbewusst, kunstvoll – eben das Resultat einer äußerst kreativen begabten Künstlerin. Oft gingen ihren Arbeiten intensive Recherchen zum Thema voraus, Fragmente von passenden Texten wurde mit einer von ihr selbst entwickelten Technik in die Gestaltung eingefügt, um dem jeweiligen Thema besonderes Gewicht zu verleihen.
Sie fertigte aber auch mit aller Inbrunst und Hingabe liebevolle Kleinode – Engel aus Draht, Seide, Metall, Pappe.

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