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Standort
KUNSTHALLE / Dessau, Ratsgasse
Ausstellungszeit
30.09. - 08.11.2026
Vernissage
Vernissage am Dienstag den 29.9. 18.00 Uhr
Öffnungszeiten
DI - SO 10-17.00 Uhr
Eintrittspreise
3 € für Erwachsene. Kinder und Jugendliche frei
SCULLY/LÜSCHER/ERBEN
Melancholie der Farbräume
Der Ire Sean Scully (geb. 1945), die deutsch-schweizerische Künstlerin
Ingeborg Lüscher (geb. 1936) und der deutsche Maler Ulrich Erben
(geb. 1940) liefern sich in ihrer Farbfeldmalerei einen Dialog, indem sie sich
mit Subtilität jedem Narrativ verweigern. Ihre abstrakten Arbeiten stehen
in der Tradition der klassischen Moderne und bringen die BetrachterInnen
auf die Suche nach dem spirituellen Gehalt der gegenstandslosen Form.
Während die Arbeiten des irisch-amerikanischen Malers und Bild-
hauers Sean Scully ein intensiver Ausdruck poetischer und philosophscher
Überlegungen zum Menschsein, Verlust und zur Sehnsucht sind, zeigt sich
die soeben zur Biennale in Venedig mit „tra i mondi“ (Zwischen den Welten)
gefeierte 90-jährige Ingeborg Lüscher mit ihren Arbeiten aus Schwefel
und schwarzer Asche als Assoziationsraum zu Themen über Identität in
Licht und Schatten sowie Existenz in Raum und Zeit. Die Bilder des 86-
jährigen Ulrich Erben prägen immaterielle Bewegung und unbeschwerte
Ruhe. Blutende Farbtöne sowie große Raum- und Lichtwirkungen laden
seine strukturellen Kompositionen auf.
Die Kunsthalle Dessau schafft es mit „Melancholie der Farbräume“
erstmals, die Wegbereiter europäischer Farbfeldmalerei gemeinsam zusam-
menzubringen und auszustellen. Alle drei Künstler waren mehrfache
TeilnehmerInnen weltweit bedeutender Kunstbiennalen und Ausstellungen
in den renommiertesten Ausstellungshäusern dieser Welt. Sie zählen heute
zu den bedeutendsten KünstlerInnen der abstrakten Gegenwartskunst.
Kurator und Einführung: Sebastian C. Strenger


