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Titel

Ein Meis­ter städ­ti­­scher Idyl­len. Graphi­­sche Ansich­ten aus Dessau und Zerbst.

Zeitraum

14.9. - 14.10. 2023

Öffnungszeiten

Di-So, 10-17 Uhr

Ausstellungsort

KUNSTHALLE / Dessau, Ratsgasse, 06844 Dessau-Rosslau

Der anhal­ti­sche Kunst­ver­ein zeigt Graphi­sche Ansich­ten aus Dessau und Zerbst.

Im kultu­rel­len kollek­ti­ven Bewusst­sein vieler Dessauer und Zerbs­ter der Vor- und Nach­kriegs­ge­ne­ra­tion nehmen die Radie­run­gen der markan­tes­ten Plätze und Gebäude von Kurt Pall­mann einen festen Platz ein. Das liegt zum einen an der iden­ti­täts­s­tif­ten­den Moti­vik, zum ande­ren an dem unwie­der­bring­li­chen Verlust der in den letz­ten Kriegs­wo­chen bei Bomben­an­grif­fen nahezu voll­stän­dig zerstör­ten histo­ri­schen Stadt­kerne beider Städte.Die Blät­ter wurden in den Fami­lien von Gene­ra­tion zu Gene­ra­tion weiter­ge­ge­ben, wobei die belieb­tes­ten Motive etli­che Male von den Origi­nal­plat­ten neu aufge­legt wurden.

Vom Leben des Künst­lers Kurt Pall­mann ist wenig bekannt. Es gab vor allem münd­li­che Über­lie­fe­run­gen, die durch den Zerbs­ter Buch­händ­ler Fried­rich Gast und dessen Nach­fah­ren in Umlauf gebracht und weiter­kol­por­tiert wurden. So zog er wandernd durch deut­sche Lande und verdiente seinen Lebens­un­ter­halt mit vor Ort gefer­tig­ten Grafi­ken.

Der Dessauer Samm­ler Gero Mielcza­rek hat eine große Zahl dieser Werke, die in Zerbst und Dessau entstan­den sind, nahezu voll­stän­dig zusam­men­ge­tra­gen und in einem vorläu­fi­gen Werk­ver­zeich­nis kata­lo­gi­siert. Dieses wird ergänzt um biogra­phi­sche Aspekte aus der frühen Berli­ner Studien- und Werk­phase und in der Zwischen­kriegs­zeit mit Dessau und Zerbst als Lebens­mit­tel­punkt.

Auch nach seinem Frei­tod 1933 blieb Pall­mann nicht verschont von den Wirren der Zeit. Er wurde wie viele andere jüdi­sche Künst­ler Opfer der NS-Ausson­de­rungs­po­li­tik. So wurden seine der Stadt Frank­furt/Oder dedi­zier­ten und öffent­lich ausge­stell­ten Kunst­werke 1937 auf Geheiß staat­li­cher Stel­len entfernt, worauf­hin sie für immer verschol­len blie­ben.

In unse­rer Ausstel­lung, werden schwer­punkt­mä­ßig die Dessauer und Zerbs­ter Stadt­an­sich­ten gezeigt, ergänzt um weitere Blät­ter und Gemälde die auf den Reisen des Künst­lers quer durch Deut­sch­land entstan­den sind.

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