Albert Henning – „Ein Künst­­ler des Bauhau­­ses“

Fr, 15. November 2013 um 17:00 Uhr
15. November 2013 - 25. Januar 2014
Montag-Sonntag 11.00-17.00 Uhr

Meisterhaus Kandinsky/Klee

Albert Hennig

  • 1907 Leip­zig † 1998 Zwickau

Albert Hennig wird 1907 in Leip­zig gebo­ren. Der Künst­ler stammt aus der Bauhaus-Tradi­tion und wird der Gruppe „Die verschol­lene Gene­ra­tion“ zuge­ord­net. Er gilt als einer der letz­ten Künst­ler, dessen Werk noch direkt in der Bauhaus-Idee verwur­zelt ist. Bereits in den 20er Jahren, bis zur Schlie­ßung des Bauhau­ses 1933, beschäf­tigt er sich inten­siv mit der Foto­gra­fie. Seine Lehrer in Dessau und Berlin waren u.a. Peter­hans, Schle­per, Schmidt, Kand­insky und Mies von der Rohe, sie werden zum wich­ti­gen Nähr­bo­den in seiner künst­le­ri­schen Entwick­lung. Seine ersten Foto­se­rien, wie „Kin­der der Straße“, werden von den Natio­nal­so­zi­al­so­zia­lis­ten beschlag­nahmt und vernich­tet. Ab 1932 widmet sich Hennig zuneh­mend der Zeich­nung, ange­regt durch seinen Lehrer Josef Albers. Seine Werke spie­geln darüber hinaus eine geis­tige Verwandt­schaft zu einem der großen Vorrei­ter des Bauhau­ses, Paul Klee, wieder. Er wird 1934 bis 1945 als Bauar­bei­ter dienst­ver­pflich­tet und arbei­tet nach dem Krieg ab 1945 als Grün­dungs­mit­glied der Gruppe „Bil­den­der Künst­ler“ im Zwickauer Kultur­bund mit. 1952 sieht er sich gezwun­gen, sich von der einsei­ti­gen SED-Kultur­po­li­tik zu distan­zie­ren und arbei­tet bis 1972 als Beton­bauer. Ab diesem Zeit­punkt widmet er sich vollends der Male­rei. Im Jahr 1976 ehrt man ihn anläss­lich der Eröff­nung des Bauhau­ses, 1991 erhält er den Max-Pech­stein-Preis und letzt­lich 1996 das Bundes­ver­dienst­kreuz. Der Künst­ler betei­ligt sich an zahl­rei­chen Auss­tel­lun­gen im In- und Ausland und erhält gebüh­rende Aner­ken­nung. Seine Werke, in einer stren­gen Form­spra­che des Bauhau­ses, vereint er in poeti­sche durch­drin­gende Flächen, Formen und Linien, die schwe­bend, teils gegen­ständ­lich asso­zia­tiv, oder konstruk­tiv und abstrakt in einen Farbraum eindrin­gen. 1998 stirbt Albert Hennig in Zwickau.